Cadillac carrying Herbert's ashes, July 2003 After being flown in from New York in Peter Marcuse's backpack, Herbert's ashes were taken to the cemetery in the same Cadillac hearse that carried Marlene Dietrich in 1992

Articles about the burial of Herbert Marcuse's Ashes
Berlin, July 18, 2003

a compilation from the internet with some scans of original clippings

prepared by Harold Marcuse for the
Official Herbert Marcuse website, July 2003

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Box containing urnHighlights here:


Berliner Morgenpost: [archive page of complete articles]

  • July 15, 2003, Cadillac carrying Herbert's ashes, July 2003Ressort Stadtleben [link]
    Letzte Reise eines Philosophen
    Die Urne von Herbert Marcuse kam gestern aus den USA in Berlin an - als Handgepäck seines Sohnes
    , von Kai Ritzmann [same as article in Die Welt]
  • July 15, 2003, Ankunft mit dem Cadillac auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof: Ein Mitarbeiter des Bestattungsunternehmens Grieneisen trägt die Urne des Philosophen Herbert Marcuse
  • July 17, 2003, Ressort Kultur [link]
    Angela und ich
    Heute würdigt Angela Davis in Berlin ihren Mentor Herbert Marcuse. Dabei war sie einst selbst ein Idol
    , von Michael Pilz
    Als ich in Ostberlin geboren wurde, im Oktober 1965, brütete Angela Davis an der Universität in Frankfurt/Main schon über schwer lesbaren Büchern. Zugeraten hatte ihr der Philosoph Herbert Marcuse. Angela war eine Afroamerikanerin aus Alabama.
  • July 20, 2003, Ressort Berliner Illustrirte Zeitung [link][with English translation]
    Die Asche meines Vaters, von Hendrik Werner
    "Der Kampf geht weiter": Als die Urne Herbert Marcuses beigesetzt wurde, klang mancher Ton vertraut
    Kaum, dass die schwarze Urne in das schmale, von welken Blumen gesäumte Grab am Rande des Dorotheenstädtischen Friedhofs hinab gelassen worden ist, geht schon die Rede vom ewigen Leben des teuren Toten. "Wir sind gekommen", sagt sein greiser Sohn Peter mit in den Hosentaschen versenkten Händen, "um seine Asche zu beerdigen, nicht aber, um ihn zu beerdigen."

BZ photo of Herbert's ashes processionBerliner Zeitung: [archive page of complete articles; back to top]

  • July 12, 2003 [link]
    Bestattungen: Ein Cadillac für den letzten Weg, by Dilek Güngör
    Am kommenden Montag wird er noch einmal einen Toten transportieren, besser gesagt eine Urne. Um neun Uhr kommt an diesem Tag die Asche des Philosophen Herbert Marcuse aus Paris am Gate 14 des Flughafens Tegel an und wird dann in einem Ehrengrab auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Der Transport dorthin erfolgt - ganz wie die Familie es wollte - in einem schwarz glänzenden Cadillac.
  • July 16, 2003 [link]
    Die Asche meines Vaters [same title as Morgenpost, but different article]
    Neu in Berlin: Eine Urne mit dem Rest von Herbert Marcuse, by Jens Balzer
    Herbert Marcuse ist wieder in Berlin, am Ort seiner Geburt und seiner schönsten Auftritte vor aufrührerischen Studenten. 24 Jahre nach seinem Tod ist der marxistische Philosoph in einer Urne zurückgekehrt, in Begleitung seines Sohns Peter. Am Freitag, einen Tag vor seinem 105. Geburtstag, sollen die Reste von Marcuse auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beigesetzt werden.
  • Berliner Zeitung: Cemetery procession with urn of Herbert's ashes July 19, 2003 [link]
    Meine Geschichte mit Herbert
    Die Asche des Kritischen Theoretikers Herbert Marcuse wurde am Freitag in Berlin beigesetzt

    by Arno Widmann
    Die Urne mit der Asche von Herbert Marcuse ist nun auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof begraben. Die Berliner Feier hatte wenig mit Kritischer Theorie, aber viel mit einer amerikanischen Familie zu tun - dem Marcuse-Clan.

Dachauer SZ [back to top]

  • Dachauer SZ article about Harold and Herbert's ashes July 19, 2003
    Von Berlin nach Dachau

    "Harold Marcuse kommt am 22. Juli nach Dachau und wird bis 25. Juli in der Stadt bleiben. Er weilt derzeit in Berlin, wo die Urne seines vor 25 Jahren verstorbenen Großvaters Herbert Marcuse, eines der wichtigsten Philosophen und Soziologen der Frankfurter Schule um Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, in einem Ehrengrab der Bundeshauptstadt bestattet wurde. An der Feier auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte nahmen aus den USA kommend Sohn Peter und Enkel Harold mit ihren Familien teil. Der Berliner Senat, vertreten durch Wissenschaftssenator Thomas Flierl (PDS), hatte Marcuse eine Ehrengrabstätte neben den Gräbern der Philosophen Johann Gottlieb Fichte und Georg Wilhelm Friedrich Hegel zuerkannt. Die Geschichte der Urne hat Enkel Harold, Historiker an der Universität von Kalifornien, im Internet ausgebreitet. - sz"

Disput (Berlin?) [link-scroll down in page; see also link to letter in Junge Welt, below, and on Pau's site] [back to top]

  • August 2003
    Begegnung mit Angela [narrative by Petra Pau, MdB, who attended the funeral]:
    "Am 18. Juli 2003 wurde der Philosoph Herbert Marcuse in Berlin auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beigesetzt. Ganz in der Nähe von Hegel und Fichte, so hatte es seine Familie gewünscht und Berlins Kultursenator Thomas Flierl (PDS) ermöglicht. Herbert Marcuse war 1979 gestorben. Die Geschichte seiner Urne war Stoff zahlreicher Artikel, seine eigene bleibt untrennbar mit der „68er“ Bewegung des vorigen Jahrhunderts verbunden. An der Freien Universität, einer seiner Wirkungsstätten, gab es nun ihm zu Ehren ein Kolloquium. Seine aus den USA nach Berlin gekommene Familie und Freunde wollten außerdem den Reichstag besichtigen. Ich führte die lebensfrohe Gesellschaft durch das geschichtsträchtige Gebäude - und habe dabei viel gelernt.
    Tags darauf stand ich mit einem kleinen, aber berühmten Teil meiner eigenen Geschichte auf dem Friedhof - mit Angela Davis. Sie war Marcuses Schülerin, was ich damals noch nicht wusste. Weltbekannt und mir nahe gebracht wurde sie als Bürgerrechtlerin, die in den USA eingekerkert war. Also malte ich, wie viele Pioniere in der DDR, eifrig Solidaritäts-Postkarten und forderte ihre Freiheit. 1973 kam Angela Davis, frei gelassen, zu den Weltfestspielen der Jugend nach Berlin. Wir waren froh und stolz. Ihre große Haarpracht hatte es mir angetan. Ich wollte ihr ähnlich sein. Davon zeugen Fotos. Nun standen wir nebeneinander an Herbert Marcuses letzter Ruhestätte. Es sei keine Zeit der Ruhe, mahnte sein Sohn. Wir sollten „weitermachen“, wie sein Vater, gegen die kapitalistischen Übel. Dazwischen wuselten Ur-Enkel."

Deutsche Presse-Agentur [archive copy on Petra Pau's website] [back to top]

  • 18 July 2003
    Urne mit der Asche Herbert Marcuses in Berlin beigesetzt
    "Berlin (dpa) - Die Urne mit der Asche des Philosophen Herbert Marcuse ist fast 25 Jahre nach seinem Tod am Freitag in Berlin beigesetzt worden. An der Feier auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte nahmen aus den USA kommend Sohn Peter und Enkel Harold mit ihren Familien teil. Der Berliner Senat, vertreten durch Wissenschaftssenator Thomas Flierl (PDS), hatte Marcuse eine Ehrengrabstätte neben den Gräbern der Philosophen Johann Gottlieb Fichte und Georg Wilhelm Friedrich Hegel zuerkannt.
    Der 1898 in Berlin geborene Marcuse war ein Vordenker der internationalen Studentenbewegung der 60er und 70er Jahre. Bekannt wurde er mit dem Buch „Der eindimensionale Mensch“ und seiner Formel von der „großen Verweigerung“, die sich gegen die kapitalistische Produktions- und Lebensweise richtete. An diese Utopie knüpfte Sohn Peter an, als er an der kleinen, mit Steinplatten eingefassten Grabstätte Herbert Marcuses Credo erwähnte: „Simply weitermachen“. Die Thesen seines Vaters seien nach wie vor aktuell.

    Eigentlich sollte die Beisetzung im engen Familienkreis stattfinden, aber dann kamen doch rund 100 Freunde und Neugierige zu dem alten Friedhof im Herzen Berlins, unter ihnen die amerikanische Bürgerrechtskämpferin Angela Davis und die PDS-Bundestagsabgeordnete Petra Pau. Wie schon beim Ehrensymposium am Tag zuvor in der Freien Universität Berlin (FU) war die Stimmung eine Mischung aus Andacht und Fröhlichkeit. Selbst Peter und Harold Marcuse waren sommerlich leger gekleidet. Abschließend wurde gemeinsam ein Kaddisch gesprochen, ein jüdisches Gebet.

    Die Geschichte der Urne hat Enkel Harold, Historiker an der Universität von Kalifornien, im Internet ausgebreitet. Sie war von der Familie in einem Friedhof in New Haven (Connecticut/USA) in der Nähe von Sohn Peters Wohnort schlicht vergessen worden. 2002 wandte sich Harold, „solange noch eine rot-rote Regierung in Berlin herrscht“, mit dem Vorschlag an den Senat, Marcuses Asche in Berlin zu beerdigen. An der FU hatte er in den 60er Jahre eine Gastprofessur inne. Der Senat war sofort einverstanden."

El Pais (Madrid) [http://www.elpais.es/; search archive] [back to top]

  • July 19, 2003
    Marcuse vuelve a Berlín / Las cenizas del pensador descansan ya junto a Hegel y Brecht

    CIRO KRAUTHAUSEN - (Tamaño 3 kb.—available only to subscribers )
    Sus restos mortales habían sido olvidados en la estantería de una funeraria estadounidense durante 22 años, pero desde ayer Herbert Marcuse, pensador de cabecera de buena parte de la generación del 68, reposa ya en un cementerio. Y no en cualquiera: sus restos fueron enterrados en los más que nobles terrenos del Dorotheenstädtischen Friedhof de Berlín, allí donde también reposan gigantes de las letras alemanas como Georg Wilhelm Friedrich Hegel y Bertolt Brecht.

Fraenkischer Tag, July 16, 2003 article on Herbert's ashesFraenkischer Tag (Bamberg) [back to top]

  • July 16, 2003, p. W4
    Neben Fichte und Hegel
    Urne Herbert Marcuses wird in Berlin beigesetzt

    24 Jahre nach seinem Tod findet der Philosoph Herbert Marcuse, Gesellschaftstheoretiker der "Frankfurter Schule", seine letzte Ruhe an seinem Geburtsort Berlin...
    [note: Harold is Peter's son, not his brother.]

Frankfurter Allgemeine Zeitung [back to top]

  • July 19, 2003, Feuilleton
    [as summarized in Spiegel on-line, July 19:]
    Mark Siemons erzählt, wie in Berlin Herbert Marcuses Urne im Beisein von Angela Davis und Eva Quistorp [who?] bestattet wurde. "Das vom Berliner Senat bereitgestellte Ehrengab ist klein und quadratisch und direkt gegenüber der letzten Ruhestätte von Rudi Strahl, dem bekannten Komödiendichter der DDR, auf dessen Stein steht: 'Lasst uns die nächste Revolution in einem August beginnen'. Peter Marcuse, der Sohn, der mit seinem Polohemd so lässig gekleidet war wie der Rest der Familie, ergriff das Wort auf englisch, sprach leicht und unprätentiös. Es gehe bei dieser Zeremonie nicht um die Asche, sagte er: sein Vater sei ein materialistischer Mensch gewesen. Es gehe darum, 'weiterzumachen', wie er mehrmals auf deutsch wiederholte, mit dem, was Herbert wichtig gewesen sei: weitermachen mit der Befreiung und dem Widerstand, auch gegenüber dem, was zur Zeit in den Vereinigten Staaten geschehe. 'Keep on struggling', sagte Peter so leichthin, als lade er die Gemeinde zum Kaffeetrinken ein."

Frankfurter Rundschau [complete articles; back to top]

  • July 15, 2003
    ZWISCHENRUF
    Ach, Herbert
    Von Rüdiger Zill, Wissenschaftlicher Referent am Einstein Forum, Potsdam
    Alles redet von Adorno. Das kritische Kap des 100. Geburtstags wird gerade von der Piratenflotte der öffentlich-rechtlichen Gratulanten, den tanzenden Jollen der Schüler und den behäbigen Koggen der historistischen Schatzsucher umsegelt; die Beute ist reich: Kongresse so weit das Auge reicht, ...
  • July 19, 2003, p. 9
    Remigration: Herbert Marcuses Urne ist nun in Berlin
    Juli 1967, ein heißer Sommertag im Audimax der Freien Universität Berlin. Sechs Wochen zuvor war Benno Ohnesorg erschossen worden, für die aufbegehrenden Studenten ein traumatischer Einschnitt, der aus …

Junge Welt (Berlin, former East German). [complete articles; back to top]

  • Junge Welt clipping on Herbert's burial, July 21, 200317.07.2003 [can't link directly because of frames; do search]
    24 Jahre nach dem Tod von Herbert Marcuse: Warum wird er jetzt in Berlin beigesetzt?
    jW sprach mit Peter-Erwin Jansen, Herausgeber des Nachlasses von Herbert Marcuse und Leo Löwenthal
  • 18 July 2003 [can't link directly because of frames; do search]
    Flieg, Herbie, flieg!
    Zum 100. Geburstag von Herbert Marcuse

    Christof Meueler
  • July 21, 2003 [can't link directly because of frames; do search]
    Anders vergehen
    Wer früher stirbt, ist länger tot: Wie Herbert Marcuse in Berlin beigesetzt wurde
    , by Christof Meueler
    ['A Different Way to Go / He Who Dies Sooner is Dead Longer: How Herbert Marcuse Was buried in Berlin.'](the arrogant tone of this article prompted Petra Pau, a PDS representative in the Bundestag who had given the Marcuse family a tour of the Reichstag on the preceding Thursday, to cancel her subscription: link)

Le Monde (Paris) [http://www.lemonde.fr/; search page] [back to top]

  • 19 Juillet 2003
    A Berlin, la tombe d'Herbert Marcuse devient un "monument d'honneur"
    par Georges Marion
    Taille de l'article : 447 mots
    Cent cinq ans, presque jour pour jour après sa naissance, le philosophe américain d'origine allemande Herbert Marcuse est rentré définitivement au pays. A l'issue d'une brève et discrète cérémonie, les de celui que l'on présenta comme l'inspirateur de la révolte étudiante de 1968 devaient être déposées, vendredi 18 juillet, dans le cimetière berlinois de Dorotheenstadt, là même où reposent d'innombrables célébrités telles que le dramaturge Bertolt Brecht et les philosophes Fichte et Hegel.LA Times article

Los Angeles Times [link; http://www.latimes.com/; search page] [back to top]

  • July 18, 2003, pg. E2 [archive copy of complete article]
    Berlin offers Marcuse respect and a final home
    The philosopher who inspired a generation of '60s radicals in the U.S. died in 1979; his ashes will be interred today.
    John Goetz
    Article Summary
    Marcuse joined the legendary Institute for Social Research, the so-called Frankfurt School, which sought to combine cultural studies of Freud and Marx. The Nazi seizure of power left the Institute and Marcuse on the run, first to Geneva, then to Paris and later to the United States. It was at Brandeis that Marcuse wrote his opus that inspired the student movement -- "One Dimensional Man" ...

Neues Deutschland (Berlin, formerly East) [archive copies; back to top]

  • 19.07.03 [link]
    Einer der feinsten Intellektuellen
    Zum 105. Geburtstag von Herbert Marcuse – Gedenkkolloquium an der FU Berlin

    Von Karlen Vesper
    Nun ist er wieder in Berlin: Herbert Marcuse. Er kam zurück, in einem schwarzen Cadillac, der schon die Asche von Benno Ohnesorg und Marlene Dietrich transportierte. Am gestrigen Freitag fand der Mitbegründer der Frankfurter Schule seine letzte Ruhestätte in der Stadt, in der er am 19. Juli 1898 das Licht der Welt erblickt hatte. Nun liegt er auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof neben Fichte, Hegel und Schelling, Brecht und Bahro.Angela Davis in Berlin, July 2003
  • 26.07.03 [link]
    Für eine bessere Welt muss man kämpfen
    ND-Exklusiv-Interview mit der US-Bürgerrechtlerin Angela Davis

    long interview with Angela Davis

New York Times [back to top]

  • July 16, 2003, Wednesday, The Arts/Cultural Desk [link]
    ARTS BRIEFING by Lawrence Van Gelder
    BERLIN: HERBERT MARCUSE'S HOMECOMING -- Twenty-four years after his death, the philosopher Herbert Marcuse is to be buried in a cemetery in Berlin on Friday, the anniversary of his birth there in 1898. Marcuse, who argued that revolution against the repression of modern society is a precursor to utopian society, was a powerful influence on the student movements of the 1960's. Tomorrow the radical Angela Davis is to be among the speakers at a symposium in Marcuse's honor at the Free University in Berlin, Agence France-Presse reported. Marcuse was a United States citizen when he died in 1979 during a visit to what was then West Berlin.
    His wife, Ricky, had him cremated in Austria and sent his ashes to the United States because she ''felt that enough Jews had been reduced to ashes in Germany,'' his grandson Harold Marcuse explained on Marcuse's Web site, www.marcuse.org. The urn spent the intervening years in New Haven. After Harold Marcuse decided to return Herbert's remains to his birthplace, the city government agreed to provide an honorary grave site next to the great German philosopher Georg Wilhelm Friedrich Hegel. ''Why give the Nazis the satisfaction of having purged the country even of the remains of some of its finest intellectuals?'' Harold Marcuse asked. ''Hasn't Germany finished its 40 years in the desert?''

ORF (Austrian Radio)

  • July 2003 [link]
    Herbert Marcuse: Grab neben Fichte und Hegel

Der Spiegel, July 21, 2003 article about Herbert's ashesSpiegel [archive copy with pictures; back to top]

  • 21 July 2003 [link]
    Philosophen. Herberts Asche
    Nach jahrelangem Vergessen ist die Urne des Denkers Herbert Marcuse in Berlin zur letzten Ruhe gekommen.

    ['Philosophers. Herbert's Ashes / After being forgotten for years the urn of the thinker Herbert Marcuse found its final resting place in Berlin.']

Süddeutsche Zeitung [archive copy; back to top]

  • July 22, 2003, feuilleton
    Die neue M-Tradition
    Ein Kolloquium anlässlich der Bestattung Herbert Marcuses

    Menschliche Asche ist körnig (nicht flockig) und mit einer Menge Fasern [actually: staples] gemischt, heißt es auf der Website der Marcuses – und die wissen, wovon sie sprechen. Mehrere Familienmitglieder haben die Urne mitden Überresten des 1979 während eines Deutschlandbesuchs verstorbenen und in Österreich eingeäscherten Herbert Marcuse inspiziert, als diese nach Jahren der Vergessenheit in einem Friedhofslager in New Haven (Connecticut) wieder entdeckt worden war. Der Familienrat beschloss, in Marcuses Heimatstadt Berlin wegen einer würdigen Bestattungsmöglichkeit nachzufragen. Für Lobby an der Spree sorgte Kultursenator Thomas Flierl, der seit der Wende mit Marcuses Sohn Peter befreundet ist. Dem Einspruch einer Verwandten, es gäbe schon genug jüdische Asche in Deutschland, wurde nicht stattgegeben. ...

Tagesspiegel article by Kirsten Wenzel about Marcuse family and Herbert's ashesTagesspiegel (Berlin) [archive copies with photos; back to top]

  • July 19, 2003 [link, expires after 30 days]
    Sicherheitsrisiko oder Träumer?
    Ein Symposion an der Berliner FU über den Philosophen Herbert Marcuse Revolution im Park
    , von Gregor Dotzauer
  • July 19, 2003 [link, expires after 30 days]
    Die Asche meines Vaters [with English translation]
    Wo ist er eigentlich?, fragte vor zwei Jahren ein Student. Keinen hatte es zuvor gekümmert, wo der 1979 verstorbene Herbert Marcuse begraben war. Jetzt brachte sein Sohn Peter die Urne im Handgepäck über den Atlantik. Die Ikone der 68er-Generation ist in die Heimatstadt Berlin zurückgekehrt.
    Von Kirsten Wenzel
    Das ist nicht mein Vater, sagt Peter Marcuse. Der Unterschied ist ihm wichtig, so oft es auch gesagt wird, er nimmt sich jedesmal die Zeit zu korrigieren. Mit feinem Lächeln sagt er …
    Long Saturday page 3 feature by Kirstin Wenzel, a journalist who accompanied the family on the July 16 bus tour through Berlin and spoke with many of us informally.

TAZ Berlin [complete article texts; back to top]

  • July 18, 2003,
    Großvaters Asche / Wieder kehrt ein Berliner heim
    Unweit seines Lieblingsphilosophen Hegel findet Herbert Marcuse seine letzte Ruhe - soll aber keine Ruhe geben
    [165 lines, by Thomas Knauf]
  • July 18, 2003 [boxed article about publications in print, 21 lines]
    vergriffen: Marcuse soll wieder leben
  • July 18, 2003 [Interview with Peter Marcuse, 116 lines]
    "Die Leute hier passen zu meinem Vater"
    , Stefan Reinecke / Christian Semler
    [summary from Spiegel on-line]
    Herbert Marcuse bekommt ein Ehrengrab auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin. Sein Sohn Peter Marcuse erzählt Christian Semler und Stefan Reinecke, wie es dazu kam: "Ein Student hat mich vor Jahren gefragt, wo mein Vater eigentlich begraben ist. Ich habe gesagt: Ich glaube, die Urne steht in einem Bestattungsinstitut in New Haven. Die nächste Frage war, ob sie dort ewig stehen soll. So kamen wir auf die Idee, etwas zu suchen, was besser zu meinen Vater passt... Wir hätten ihn auch in San Diego oder in New York bestatten können. Aber auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof sind Leute beerdigt, die zu meinem Vater passen."
  • Angela Davis in Berlin, July 2003July 19, 2003 taz Kultur, Jan Engelmann [177 lines, p. 14]
    Der Traum von der großen Verweigerung
    Aus Anlass des Ehrenbegräbnisses von Herbert Marcuse erinnerte ein FU-Kolloquium unter dem Titel "Die Praxis folgt der Wahrheit" an die Julitage 1967, als der Philosoph erstmals an die FU kam. Leider wurde daraus vor allem ein Nostalgietrip, auf den sich auch die Bürgerrechtsikone Angela Davis begab.

Telepolis ("Magazin der Netzkultur") [link added 12/21/03]

  • July 20, 2003 [link] Marcuse im Cadillac by Katia Schmid
    This is a wonderfully informative, linked and illustrated article (in German). (archive copy of text)

Welt [complete article texts; back to top]

  • July 15, 2003 [link][same article as in Berliner Morgenpost]
    Die letzte Reise eines großen Philosophen
    Die Urne von Herbert Marcuse kam gestern aus den USA in Berlin an - als Handgepäck seines Sohnes

    von Kai Ritzmann
  • Angela Davis at Marcuse-colloquium at FU Berlin, July 2003July 19, 2003 [link]
    Die Asche meines Vaters
    24 Jahre nach seinem Tod ist der Philosoph Herbert Marcuse in Berlin beigesetzt worden

    von Hendrik Werner
    Kaum, dass die schwarze Urne in das schmale, von welken Blumen gesäumte Grab am Rande des Dorotheenstädtischen Friedhofs hinabgelassen worden ist, geht schon die Rede vom ewigen Leben des teuren Toten. "Wir sind gekommen", sagt sein Sohn Peter mit in den Hosentaschen versenkten Händen, "um seine Asche zu beerdigen, nicht aber, um ihn zu beerdigen." Der Kampf im Geiste seines Vaters gehe weiter. Gegen gesellschaftliche Repression, gegen ideologische Zumutungen. Herbert Marcuse, würde er noch unter ihnen weilen, hätte "Weitermachen!" als Parole ausgegeben. ...

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